Vötter, Sebastian: Geocaching oder Der Konsul ist müde
Sebastian Vötter
Geocaching oder Der Konsul ist müde
Erzählungen
ca. 128 S., Br., 135 × 210 mm
ISBN 978-3-949749-42-1
ET: Juni 2026
Erzählungen von Fremdheit, Grenzerfahrung und innerem Umbruch
Kosmopolitische Prosa von leiser Sprengkraft
Ein rätselhaftes Wintergemälde, eine Reise nach Shangrila, Geocaching in der Wüste, eine Entwicklungshelferin im Bus durch Kairo – Sebastian Vötters Erzählungen führen an geografische wie innere Grenzlinien. Seine Figuren bewegen sich zwischen Kulturen, politischen Umbrüchen und biografischen Sollbruchstellen. Was beiläufig beginnt, gewinnt eine unterschwellige Bedrohlichkeit. In klarer, reduzierter Sprache legt Vötter das Unheimliche im Alltäglichen frei. Die Texte leben vom Weglassen, von präzisen Bildern und einer melancholischen Grundspannung. Am Ende bleibt ein Gefühl leiser Erschütterung – und die Frage nach dem versäumten, vielleicht unwiederbringlichen Leben.
Sebastian Vötter, geboren 1970 in Gotha, studierte Sinologie in Leipzig, Leiden und Shanghai. Seit 2008 arbeitet er für das Goethe-Institut an internationalen Dienstorten wie Peking, Kairo und Washington. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien seit 1987, Shortlist Münchner Kurzgeschichtenwettbewerb (2018, 2020), Longlist Deutscher Kurzgeschichtenwettbewerb (2021, 2022). Der Gedichtband „Provinzfluchten“ erscheint 2026. „Geocaching oder Der Konsul ist müde“ ist sein erster eigenständiger Erzählband.


