Jung, Christiane: Hagenstraße
Christiane Jung
Hagenstraße
Roman
ca. 400 S., geb., 135 × 210mm, Farbabbildungen
ISBN 978-3-949749-39-1
ET: September 2026
Wenn Erinnerung zur Gefahr wird
Ein leiser Roman über Begehren, Schuld und moralische Grenzen
Frühjahr 2010: Die Künstlerin Genoveva kehrt in ihre Heimatstadt zurück, um ihr kranke Mutter zu unterstützen. Zwischen vertrauten Straßen und fremd gewordenen Erinnerungen begegnet sie ihrem ehemaligen Deutschlehrer Norbert Keller wieder. Was als unverbindliches Gespräch beginnt, entwickelt sich zu einer Nähe, die niemand geplant hat. Während Norberts Frau Therese, einst Musiklehrerin, im Rollstuhl sitzt und verstummt ist, geraten die drei in eine Konstellation von zunehmender moralischer Sprengkraft. Aus Andeutungen werden Verdächtigungen, aus innerem Zögern quälende Selbstbefragungen. Ein reifer, psychologisch fein gearbeiteter Roman über Verantwortung, Begehren und die Zerbrechlichkeit gewachsener Bindungen.
Christiane Jung, geboren 1962 in Rathenow, studierte Industrielle Formgestaltung an der Burg Giebichenstein in Halle sowie später Geschichte, Philosophie und Sozialwissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle. Seit 1998 arbeitet sie als Malerin und wurde mehrfach ausgezeichnet. Neben ihrer bildnerischen Tätigkeit widmet sie sich seit vielen Jahren dem literarischen Schreiben. „Hagenstraße“ ist ihr erster Roman. Sie lebt und arbeitet zurückgezogen in Halle-Reideburg.


