Petra Klabouchová
An der Moldauquelle
Kriminalroman
Aus dem Tschechischen
von Christina Frankenberg
ca. 320 S., Br., 135 × 210 mm
ISBN 978-3-949749-35-3
ET: September 2026
Unverzeihliche Verbrechen
Ein Mord, der die Vergangenheit freilegt
Nahe Vimperk, unweit der deutsch-tschechischen Grenze, wird die Leiche eines Mädchens gefunden – bekleidet mit einem gestreiften Schlafanzug, auf der Brust ein Davidstern. Für den erfahrenen Ermittler führt die Spur bald in die verdrängte Geschichte des Ortes: zu ungeklärten Schicksalen und einem ehemaligen deutschen Kriegsgefangenenlager.
In ihrem literarischen Kriminalroman „An der Moldauquelle“ verknüpft Petra Klabouchová einen aktuellen Mordfall mit den Schatten der Vergangenheit. Auf zwei Zeitebenen – kurz vor und wenige Monate nach dem Fund – entfaltet sie das eindringliche Panorama eines Grenzortes, an dem sich private Tragödien und Weltgeschichte überlagern. Basierend auf realen Ereignissen erzählt dieser vielstimmige Roman von Schuld, Verdrängung und der Frage, wie lange die Vergangenheit in der Gegenwart fortwirkt.
Petra Klabouchová, 1980 in Prachatice geboren, ist Schriftstellerin und Journalistin. Sie studierte Journalismus, Psychologie und Internationale Beziehungen an der Masaryk-Universität, arbeitete als Redakteurin im In- und Ausland und ist zudem in der Musikbranche tätig. Mit ihren vielfach ausgezeichneten Romanen, darunter der Bestseller „An der Moldauquelle“ (tschech. „Prameny Vltavy“, 2021), zählt sie zu den markantesten Stimmen der jüngeren tschechischen Gegenwartsliteratur.
Christina Frankenberg studierte Slawistik an der Humboldt-Universität Berlin und der Karlsuniversität in Prag, im Anschluss promovierte sie zum Deutschenbild in der tschechischen Prosa. Sie ist als Vermittlerin tschechischer Kultur in Berlin tätig und übersetzt Prosa und andere Texte aus dem Tschechischen, zuletzt Nela Rywiková, Anna Fodorová und Petr Šesták.