Eckert, Hella: Sugarbaby

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Verkaufspreis19,95 €
Hella Eckert
Sugarbaby
Roman

352 S., geb., 130 x 200 mm
ISBN 978-3-945424-23-0

Erschienen: Oktober 2015
 
 
Ein Krimi, ein Song, ein Entwicklungsroman

Eine heiße Sommernacht 1968. Nichts deutete darauf hin, dass die Autofahrt durch London in einer Katastrophe enden würde. Ihre Freundin Maria habe unbedingt einmal selbst fahren wollen, erinnert sich die achtzehnjährige Annie Brautigan, Putzhilfe im YWCA. Ein junger Mann kommt ums Leben, und Maria flüchtet. Verzweifelt stellt Annie sich der Polizei und erkennt in den Fragen zum Hergang des Geschehens die brüchige Lebenswelt ihrer Kindheit in Otterndorf, die sie mit dreizehn hinter sich gelassen hat. Nachdenklichkeit, Unberechenbarkeit, Verletzlichkeit und Wut sind die Wesensmerkmale der schuldig gewordenen jungen Frau, die in Songs von Billie Holiday nach Halt sucht und ihre eigene Wahrheit im Paradoxon des Tagtraums findet.
Hella Eckert vereint in „Sugarbaby“ Poesie und Witz mit dem Slang der Straße. Ihre einfühlsame Erzählweise macht Annie Brautigan zu einer starken und berührenden Figur.

Autorin
Hella Eckert wuchs in Bremen auf. Sie reiste viel und lebte in Südamerika, Asien und Afrika. Erste Erzählungen schrieb sie in Kenia. 1993 erschien ihr Roman „Big John“, 1998 „Hanomag“ (neu aufgelegt 2014) und 2003 „Da hängt mein Kleid“. Sie erhielt mehrere Literaturstipendien und Literaturpreise, u.a. den Literaturpreis des NDR und den Rheingau Literatur Preis. Heute lebt sie in der Nähe von Heidelberg.

Pressestimmen
»Frech und poetisch erzählt Eckert von brüchigen Lebenswelten und der Suche nach der eigenen Wahrheit.«
Corinna Bokermann, Bielefelder, Februar 2016

»Das neueste Werk der Autorin Hella Eckert ist von der gleichen lyrisch-melancholischen Farbigkeit wie ihre vorher veröffentlichten Romane ‚Big John‘ oder ‚Hanomag‘. Darüber hinaus ist ‚Sugarbaby‘ auch ein Buch über die Fragilität des Alltäglichen, in dem es Hella Eckert gelingt, den Erinnerungsprozess ihrer Protagonistin mit den Erkenntnissen des Erwachsenwerdens subtil zu verknüpfen.«
Maria Herlo, Mannheimer Morgen, 15. Dezember 2015


»Hin und wieder ändern die Tagträume allerdings ganz bedeutend ihren Charakter […]. Hier bricht ganz plötzlich eine dunkle Seite der Seele hervor. Diese Träume stechen wie Pfeiler aus dem sonstigen Erzählfluss heraus und wirken dadurch umso authentischer.«
Nikolai Riedel, Rhein-Neckar-Zeitung, 30. Oktober 2015